Gemeinsam für ein starkes Kerken
Wählergemeinschaft Freie Bürgervertreter Kerken e.V.
Ihre Stimme im Gemeinderat
Wir setzen uns für die Interessen der Bürger ein und gestalten die Zukunft Kerkens aktiv mit.
Petr Šmahel und Saskia Verheyen-Šmahel
Unsere Mission
Akutelles aus unserer Ratsarbeit
Meine persönlichen Worte an den Rat am 11.02.2026
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Itgenshorst,
Sehr geehrte Verwaltungsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Sehr geehrte Ratskollegen,
Liebe Gäste,
heute halte ich mich kurz. Es ist für den Moment alles gesagt, was gesagt werden musste. Die, die unsere Worte verstehen wollen, werden sie
verstehen. Die die unsere Worte begreifen wollen, werden unsere Worte begreifen und damit arbeiten. Doch die die unsere Worte nicht verstehen
wollen, werden sie nie verstehen.
Für die Kerkener Bürger habe ich meine bereits fertige Haushalts Jahresrede nach der Sitzung am 21.01.2026 umgeschrieben in einen
persönlichen Brief, den ich auf die Homepage der Wählergemeinschaft Freie Bürgervertreter Kerken e.V. stellen werde. Einige Exemplare habe
ich auch dabei für den, den es interessiert.
Ihnen Herr Müller danke ich für die professionelle Arbeit. Doch solange wir Wege nicht neu denken, werden wir keine gesunden
Lösungen für ein freies Kerken finden.
Dem Haushalt stimme ich, Saskia Verheyen-Smahel, als Einzelmitglied für die Wählergemeinschaft Freie Bürgervertreter Kerken e.V. nicht zu.
Vielen Dank fürs Zuhören
und uns Allen wünsche ich ein glückliches, gesundes Jahr 2026
Haushalts- und Jahresbrief 2026
Einleitung
Liebe Bürgerinnen und Bürger Kerkens,
die Ratsfraktionen und Einzelmitglieder haben jedes Jahr die Möglichkeit, eine Haushalts- bzw. Jahresrede zu halten. In den vergangenen Jahren sind aus unserer Feder drei solcher Reden entstanden, die auf unserer Homepage https://freie-buerger-vertreter.de/ nachgelesen werden können.
Zur Kommunalwahl am 14. September 2025 haben wir uns als Wählergemeinschaft Freie Bürgervertreter Kerken e. V. (FBV) neu aufgestellt und sind mit einem Sitz in den Kerkener Rat gewählt worden. Meine Freude darüber ist sehr groß, und ich tue mein Bestes, um die Bürgerinnen und Bürger Kerkens im Namen unserer Wählergemeinschaft bestmöglich zu vertreten.
Warum dieser Brief
Unter der Überschrift „Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sie mahlen!“ wollte ich zum Jahreswechsel und im Rahmen der Haushaltsplanung erneut eine Rede halten. Nach der Sitzung des Schul-, Kultur- und Sozialausschusses sowie der anschließenden Ratssitzung am 21.01.2026 verspürte ich jedoch das innere Bedürfnis, dieses Mal am 11. Februar zu schweigen und mich stattdessen mit einem persönlichen Brief an die Bürgerinnen und Bürger Kerkens zu wenden.
Hintergrund meiner Entscheidung
Was war geschehen? Ich hatte um eine Änderung des Protokolls zur vorangegangenen Ratssitzung gebeten. Auf Anfrage unserer Bürgermeisterin hatte ich meinen Änderungswunsch schriftlich übermittelt. Dennoch wurde dieser Änderungswunsch selbst von der größten Fraktion im Rat Kerkens, der CDU, abgelehnt.
Dem Rat war es somit weder wichtig, die Inhalte meiner Wortbeiträge korrekt wiederzugeben, noch wurde versucht, die Intention meiner Frage im Schul-, Kultur- und Sozialausschuss zu verstehen und nach Vernunft zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu entscheiden.
Beim Lesen des Protokolls der Ratssitzung vom 21.01.2026 hatte ich den Eindruck, dass meine Wortbeiträge erneut verfälscht dargestellt wurden. Dabei hatte ich lediglich gefragt, ob gesellschaftspolitische Themen unsere Kinder und Jugendlichen beschäftigen oder ob Pädagoginnen und Pädagogen unserer Gemeinde Vorgaben erhalten, bestimmte Themen besonders zu vertiefen. Auf Bitte einer Schulleitung habe ich diese Frage konkretisiert und ein Beispiel genannt. Die anschließende Antwort stellte mich zufrieden. Ein sachlich korrektes Protokoll hätte diesen Ablauf problemlos wiedergeben können.
Stattdessen entsteht der Eindruck, dass entweder kein Interesse besteht, meine Position zu verstehen, oder die Probleme der Bürgerinnen und Bürger nicht ernst genommen werden. Nur noch sehr aufmerksame Bürgerinnen und Bürger können heute nachvollziehen, worum es tatsächlich ging.
Haushalt und Verantwortung
Aus diesen Gründen habe ich mich entschieden, am 11. Februar zu schweigen und dem Haushalt nicht zuzustimmen. Wir verstehen uns auch als Stimme der Selbstständigen und hatten bereits im Vorfeld gegen die Erhöhung des Hebesatzes gestimmt. Es können nicht immer dieselben Gruppen sein, die den Karren aus dem Dreck ziehen. Viele Selbstständige sind bereits durch krisenbedingte Sorgen stark belastet.
VGS-OGS-Betreuung
Bei der Verabschiedung der VGS-OGS-Betreuung habe ich der Beschlussempfehlung zugestimmt, um zu verhindern, dass Kinder am Ende ganz ohne Betreuung dastehen. Diese Zustimmung war jedoch keineswegs das „Gelbe vom Ei“. Wie bereits in unserer ersten Rede beschrieben, handelte es sich um eine Entscheidung zwischen „Pech und Schwefel“.
Ein Jahr lang wurde über ein neues Betreuungskonzept diskutiert und verhandelt, viel Zeit wurde investiert. Das Ergebnis: ein einziger Anbieter. Für uns Freie Bürgervertreter stellt sich daher die Frage, wie es dazu kommen konnte. Unsere Antwort lautet: Kerken ist nicht frei. Die Gemeinde befindet sich in strukturellen Fesseln, aus denen sie sich erst lösen müsste, um im Sinne von Kindern und Eltern echte Wahlmöglichkeiten zu schaffen.
Unserem Kämmerer trauen wir durchaus zu, entsprechende Konzepte durchzurechnen. Doch offenbar ist die Zeit dafür noch nicht gekommen.
Worte zum Jahr 2025
Das Jahr 2025 war ein Jahr voller Widersprüche. Für die Weltklimakonferenz wurden rund 10.000 Hektar Baumbestand im brasilianischen Urwald gerodet, damit etwa 50.000 Teilnehmende über eine neu gebaute Autobahn bequem zur Veranstaltung in Belém gelangen konnten. Ob man das Umweltschutz nennen möchte, mag jeder für sich bewerten.
In Kerken hingegen ist es durch gute und sachliche Zusammenarbeit verschiedener Ratskollegen gelungen, die Verdichtung des Bodens am Paulsenkreuz zu verhindern. Dafür bin ich sehr dankbar – so sollte Kommunalpolitik im Sinne der Bürgerinnen und Bürger funktionieren.
Gleichzeitig wurde im Jahr 2025 die Krise, die bereits 2020 begann, für viele Menschen in Deutschland deutlich hör- und spürbar. Hohe Energiekosten, Inflation und steigende Lebensmittelpreise belasten die Haushalte. Rentnerinnen und Rentner sollen länger arbeiten,
Beschäftigte mehr Stunden leisten, Zahnarztkosten künftig stärker selbst tragen. Eltern bleibt immer weniger Zeit, sich mit ihren Kindern zu beschäftigen und wahrzunehmen, was in den Schulen geschieht.
Über all diese Themen ließe sich ausführlich debattieren. Umso verwunderlicher ist es, dass offenbar ausreichend Mittel für militärische Aufrüstung zur Verfügung stehen, obwohl Krieg eines der klimaschädlichsten Phänomene überhaupt ist. Nicht nur in Neuss produziert Rheinmetall inzwischen kein Autozubehör mehr, auch in Weeze gibt es am Niederrhein Waffenproduktion auf höchstem Niveau.
Gleichzeitig werden Schülerinnen und Schüler mit Hochglanzbroschüren angesprochen, die mit Slogans wie „Mach etwas aus deinem Leben – werde Pilotin oder Pilot bei der Bundeswehr“ werben. Wie diese sogenannten abwechslungsreichen Tätigkeiten im Ausland tatsächlich aussehen, bleibt unausgesprochen. Deutschland soll kriegstüchtig werden. Stimmen wie die von Frau Strack-Zimmermann gehen noch weiter und fordern, auch junge Frauen an die Waffe zu bringen. Dabei war Deutschland einst stolz auf seinen Ersatzdienst und eine lebendige Friedensbewegung.
Mehr als eine Million Menschen sind bereits im Krieg in der Ukraine gefallen – unabhängig davon, ob es sich um ukrainische oder russische Ehemänner, Väter und Söhne handelte. Es sind Tote, wie wir sie auch hier in Kerken am Volkstrauertag 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg betrauern.
Umso befremdlicher war es, dass auf einem Krefelder Weihnachtsmarkt im Dezember 2025 T-Shirts mit der Aufschrift „Russen töten“ angeboten wurden. Das ist nicht die Welt der Freien Bürgervertreter. Dank aufmerksamer Bürgerinnen und Bürger, die eine solche Botschaft auf einem Markt christlicher Prägung nicht dulden wollten, distanzierte sich der verantwortliche Verein von dieser Aktion. Gott sei Dank erinnerten sich einige daran, dass wir aus einer christlichen Kultur kommend weder hassen noch töten dürfen.
Beruhigend ist es, dass unsere Gemeinde sich trotz erhöhter Kosten und spürbarer Kriegsstimmung weiterhin handlungsfähig zeigt und investiert. Förderprogramme werden genutzt, auch wenn sie oft mit erheblichen Vorgaben verbunden sind. Die Ortschaften erscheinen gepflegt, und die Krise wird im Alltag kaum wahrgenommen.
So wurden beispielsweise rund 400.000 Euro für den Bürgergarten aufgewendet. 200.000 Euro davon waren Fördermittel, die übrigen 200.000 Euro belasteten den kommunalen Haushalt. Für die anstehenden Baumaßnahmen in Aldekerk hoffen wir auf vorausschauende und ganzheitliche Überlegungen.
Leider fokussiert sich Kommunalpolitik zu oft auf die Höhe der Fördermittel und übersieht dabei die Bindungen und Einschränkungen, die mit diesen Programmen einhergehen. Das Kirchgartenprojekt wurde nach erster Planung aufgrund der angespannten Haushaltslage gestoppt.
Bedauerlich ist, dass bereits ein erheblicher Teil der veranschlagten 240.000 Euro für das Haushaltsjahr 2026 in Planungen geflossen ist. Uns Freien Bürgervertretern geht es um offene, umfassende Diskussionen, die kreative und kostenschonende Lösungen zulassen – etwa den Erhalt hochwertigen Kopfsteinpflasters statt dessen Ersatz durch minderwertige Platten.
Uns schwebt beispielsweise ein heilender Barfußpfad sowie eine lebendige, pflegeleichte Bepflanzung mit Ruhepolen zur spirituellen Findung vor.
Darüber hinaus setzen wir uns für praktikable Lösungen wie einen Bürgerbus ein, der durch ehrenamtliches Engagement mehr Unabhängigkeit schaffen könnte. Noch bestehen hierzu viele offene Fragen.
Parallel werden Projekte zu Toleranz und Vielfalt gefördert. Wir appellieren an die Eltern, mit ihren Kindern über diese Themen zu sprechen und kritisch zu begleiten, welche Inhalte tatsächlich vermittelt werden. Das Wohlergehen und die gesunde Entwicklung unserer Kinder – insbesondere der Jüngsten – stehen für uns im Mittelpunkt.
Weitere Anmerkungen und Dank
Positiv hervorheben möchten wir den Einbau einer Gasheizung im St.-Raphael-Kindergarten durch unsere Bürgermeisterin Frau Itgenshorst. Trotz eines ursprünglich geplanten, geförderten Wärmepumpenprojekts wurde hier pragmatisch entschieden. Manchmal ist es sinnvoller, auf Fördermittel in Höhe von 18.000 Euro zu verzichten, dafür aber kurzfristig wieder für Wärme zu sorgen.
Auch beim Heft „Kerken aktuell“ hat die Verwaltung eine unserer Ideen aufgegriffen. Unser Antrag vom 14.03.2023 zur Anpassung des Textes zum Katastrophenschutz wurde zwar formal abgelehnt, inhaltlich jedoch später aufgegriffen. Dafür sagen wir Danke an Verwaltung und Feuerwehr.
Aktuelle Ereignisse, wie der Stromausfall von rund 40.000 Haushalten in Berlin während eisiger Wintertemperaturen, zeigen, wie wichtig Vorsorge und Information sind. Wir hoffen, dass Kerken von solchen Katastrophen verschont bleibt, sehen unsere Gemeinde jedoch gut vorbereitet.
Abschließende Worte
Abschließend möchte ich positive Energie schwingen lassen. Ich sehe ein starkes Kerken mit engagierten Menschen und großartigen Führungskräften in den Vereinen, die wertvolle Jugendarbeit leisten. Darauf können wir stolz sein.
Die Freien Bürgervertreter Kerken e. V. wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein gesegnetes, gesundes und glückliches Jahr 2026 in einer der schönsten Gegenden Deutschlands – am Niederrhein. Oft erkennt man die Schönheit des eigenen Umfelds erst auf den zweiten Blick. Doch wir haben sie direkt vor der Türe.
Saskia Verheyen-Smahel
für die Wählergemeinschaft Freie Bürgervertreter Kerken e. V.
11.02.2026
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